Schulhund Asco

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Zur Erinnerung an Schulhund Asco, der im Herbst 2006 über die Regenbogenbrücke ging



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Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle, mein Name ist Asco und ich bin ein 8 jähriger Berner Sennenhund und gehe täglich wie mein Frauchen zur Arbeit. Ich arbeite mit ihr zusammen in einer kleinen Grundschule und unterrichte dort ganz viele Kinder.

Und das ganze hat so angefangen: vor einigen Jahren hat mein Frauchen einen Bericht über Schulhunde bei „Herrchen gesucht“ gesehen und sich gedacht, dass ich wohl auch dafür geeignet bin. Kinder muss man mögen – und ausgeglichen muss man sein und auch gut erzogen sollten die Vierbeiner sein, die diesen Beruf ausüben wollen. (Das bin ich natürlich!) Daraufhin hat mein Frauchen mit ganz vielen Leuten telefoniert und gesprochen, hat sich Literatur bestellt und das Einverständnis der Schule und der Eltern geholt. Und dann war es soweit, zum Schuljahr 2003/2004 wurde ich eingeschult. Zwar ohne Schultüte aber mit vielen Streicheleinheiten. Vorher hatte ich ja die Kinder schon einige Male besucht und sie haben auch meine 10 Goldenen Hunderegeln kennen gelernt und dabei ein bisschen Hündisch gelernt.

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Und seitdem begleite ich jeden Tag mein Frauchen in den Unterricht.Das hier ist übrigens mein Ruheplatz in der Klasse von Frauchen. Wenn ich hier liege, dann darf mich keiner stören, dann schlafe ich nämlich, das ist meist dann der Fall, wenn die Kinder in der Wochenplanarbeit sehr leise sind und konzentriert arbeiten.

Meine Schule ist sehr hübsch, sie hat keinen Treppen und nur vier Klassen; in der Mitte des Hauses befindet sich unsere große Pausen- und Theaterhalle. Dort begrüßen sich alle Klassen am Wochenbeginn und singen, musizieren gemeinsam oder führen auch etwas vor. Das ist schön und ich gucke auch gerne zu.

In der Schule stehen mir fast alle Türen offen und ich kann hingehen wo ich will und in der Pause darf ich natürlich auch auf den Schulhof. Aber meist halte ich mich dort auf, wo mein Frauchen unterrichtet. Wenn es mir in einer Klasse einmal zu laut wird, dann gehe ich aus dem Unterricht raus und lege mich in die Pausenhalle oder besuche einmal unsere Sekretärin. Anscheinend wollen die Kinder aber nicht, dass ich gehe, denn meist wird es dann schnell wieder ruhiger und ich kann zurückkommen. Frauchen grinst dann immer, wenn ein Kind ruft: „leise, wir sind zu laut, der Asco hat empfindliche Ohren, jetzt ist er `rausgegangen“

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Manchmal lege ich mich auch genau zwischen die Stühle und Tische der Kinder, denn so bekomme ich auch einige extra Streicheleinheiten ab – und ich merke, dass es manchen Kindern hilft, sich zu konzentrieren, wenn ich daneben sitze oder liege, - aber dazu erzähle ich ein anderes Mal mehr!

Einen Raum darf ich leider nicht betreten: die Küche, das finde ich schade, denn dort entstehen häufig die tollsten Sachen: Kuchen, Nudelgerichte, Suppen und andere leckere Sachen. Ob mir vielleicht auch einmal Hundekekse gebacken werden? Ich gebe das mal weiter! So, für heute verabschiede ich mich erst einmal. Nächstes Mal, berichte ich euch, wie ich mit den Kindern gemeinsam lesen lerne und in einem Theaterstück mitgespielt habe!

Bis dann, euer Asco


2005 Grizzly Kinder-Internet-Magazin: Asco,der Schulhund von Balhorn
http://www5.grizzly-magazin.de/Titelstory/Asco,Schulhund.htm