Schulhündin Umba: Unterschied zwischen den Versionen

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Da ich verhaltensauffällige Jugendliche mit Lernschwierigkeiten unterrichte, freut es mich immer wieder, wie interessiert und rücksichtsvoll die sonst oft so rohen Schüler/innen mit einem Tier umgehen. Neben meiner Arbeit als  Lehrerin liegt mir auch der Tierschutz sehr am Herzen. So bin ich davon überzeugt, dass ich zusammen mit UMBA auch auf diesem Gebiet einen wirksamen Beitrag leisten kann.
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Da ich verhaltensauffällige Jugendliche mit Lernschwierigkeiten unterrichte, freut es mich immer wieder, wie interessiert und rücksichtsvoll die sonst oft so groben Schüler/innen mit einem Tier umgehen. Neben meiner Arbeit als  Lehrerin liegt mir auch der Tierschutz sehr am Herzen. So bin ich davon überzeugt, dass ich zusammen mit UMBA auch auf diesem Gebiet einen wirksamen Beitrag leisten kann.
  
 
Seit anderthalb Jahren unterrichte ich ein reduziertes Pensum. Diese Tatsache erlaubt es mir, selber auch einen Hund zu halten. UMBA besucht die Klasse aber weiterhin regelmässig. Nur wenn sie  mal verhindert ist, was bei einer vielbeschäftigten  Familienhündin schon mal vorkommen kann, macht mein Hund PINO gerne Stellvertretung.
 
Seit anderthalb Jahren unterrichte ich ein reduziertes Pensum. Diese Tatsache erlaubt es mir, selber auch einen Hund zu halten. UMBA besucht die Klasse aber weiterhin regelmässig. Nur wenn sie  mal verhindert ist, was bei einer vielbeschäftigten  Familienhündin schon mal vorkommen kann, macht mein Hund PINO gerne Stellvertretung.

Version vom 21. September 2006, 08:57 Uhr

Schulhund UMBA

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Im Sommer 02 wurde ich im Rahmen meiner Weiterbildung als Lehrerin in einen Projektkurs aufgenommen. Auf der Suche nach einem geeigneten Inhalt für mein Projekt, wurde ich auf das Thema KOMMUNIKATION (Mensch-Tier bzw. Mensch-Mensch) aufmerksam. Bei meinen Recherchen im Internet stiess ich immer wieder auf die Tierbesuchsprogramme. Die Idee des "Schulhundes" war geboren. Da ich zu dieser Zeit vollzeitig arbeitete, konnte ich aus Verantwortung einem Tier gegenüber selber keinen Hund halten. Deshalb entschloss ich mich, mit meiner Schwester zusammen zu arbeiten. In ihrer Familie wuchs die Labradorhündin UMBA zusammen mit Kindern auf. UMBA war gerade knapp 2 Jahre alt, als ich sie zum ersten Mal mit in meine Klasse nahm. So gibt es in unserem Schulhaus seit August 03 ganz offiziell eine Schulhündin. UMBA begleitet mich einmal pro Woche zu meinen Schüler/innen. Ein Ereignis, auf das sich alle immer freuen. UMBA ist keine ausgebildete Therapiehündin, sie ist aber charakterlich bestens geeignet und unerschütterlich. Auch sie geniesst den Besuch. Bevor UMBA kommt, wird von den Schüler/innen die Ruhedecke, der Wassernapf und das Futter bereit gemacht. Pausenbrote werden in Sicherheit gebracht. Während der grossen Pause können die Jugendlichen mit UMBA im nahen Wäldchen spazieren gehen und spielen. Für alle diese Aufgaben besteht ein "Ämtliplan". Dieser sorgt bei neuen Klassen anfänglich dafür, dass "jeder einmal darf" und erinnert im fortlaufenden Schuljahr daran, dass "jeder einmal dran ist". Ich persönlich würde jederzeit wieder den Schritt zu einem Schulhund machen. Er gibt mir im Unterricht so oft Gelegenheit, den Schüler/innen auch Fähigkeiten zu vermitteln, die in der heutigen Zeit manchmal ein bisschen in Vergessenheit geraten.

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Da ich verhaltensauffällige Jugendliche mit Lernschwierigkeiten unterrichte, freut es mich immer wieder, wie interessiert und rücksichtsvoll die sonst oft so groben Schüler/innen mit einem Tier umgehen. Neben meiner Arbeit als Lehrerin liegt mir auch der Tierschutz sehr am Herzen. So bin ich davon überzeugt, dass ich zusammen mit UMBA auch auf diesem Gebiet einen wirksamen Beitrag leisten kann.

Seit anderthalb Jahren unterrichte ich ein reduziertes Pensum. Diese Tatsache erlaubt es mir, selber auch einen Hund zu halten. UMBA besucht die Klasse aber weiterhin regelmässig. Nur wenn sie mal verhindert ist, was bei einer vielbeschäftigten Familienhündin schon mal vorkommen kann, macht mein Hund PINO gerne Stellvertretung. Beide Hunde sind im „Dienst“ nur bei mir und in meiner Klasse, ich gebe sie nicht in die Hände von Kollegen/Kolleginnen.

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Ein Schulhund bringt dem Unterricht viele Vorteile. Auf der einen Seite verhalten sich die Schüler/innen aktiver. Sie beobachten und vergleichen die Hunde miteinander. Sie kennen deren Vorlieben, sie sprechen über ihre Beobachtungen und sie stellen Fragen über die Vierbeiner. Sie sind stolz, wenn UMBA versteht, was sie von ihr möchten und das gibt ihnen Selbstvertrauen. Auf der anderen Seite bringen die Hunde Ruhe ins Klassenzimmer. Die Jugendlichen sind weniger laut und viel kontrollierter in ihren Bewegungen, weil sie Rücksicht nehmen.

Ganz natürlich lernen die Jugendlichen das richtige Verhalten Hunden gegenüber. Beissunfälle, wie sie in den Medien leider immer wieder Schlagzeilen machen, können so verhindert werden. Und schliesslich lernen die Schüler/innen, dass es ausser ihnen selbst auch noch andere Lebewesen gibt. Lebewesen, die Bedürfnisse haben, die ihre Befindlichkeit zeigen können und für die man Verantwortung übernehmen muss. Bei so vielen positiven Erfahrungen nehme ich einen Mehraufwand, und der ist für mich als Lehrperson auf jeden Fall gegeben, gerne in Kauf.

Umba ist jetzt 5 Jahre alt. Im Freien ist sie ein lustiger, ausdauernder Spielkamerad. Im Schulzimmer ist sie die Ruhe selbst, eine gute Zuhörerin, ein richtiger Couchpotato....

Hier die Meinung meiner Schüler/innen zum Schulhund:

Jeden Mittwoch kommt UMBA zu uns

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Die Uhr schlägt 8.30 Uhr, da klopft es an die Türe. Unser Schulhund UMBA kommt uns besuchen. Jeden Mittwochvormittag ist das so und das seit fast eineinhalb Jahren. Für mich ist es schön, mit Tieren zusammen zu sein. Ich habe daheim 11 Haustiere, um die ich mich super gerne kümmere. Da ich selber 3 Hunde habe, ist es für mich nichts Ungewohntes, UMBA um mich zu haben. Ich finde es schön, wenn Tiere in der Schule sein dürfen. Natürlich müssen, oder besser gesagt, dürfen wir mit UMBA auch spazieren gehen. Wir wechseln uns bei dieser Arbeit immer ab. Da jetzt niemand mehr Angst vor ihr hat, ist das kein Problem. Von mir aus könnte UMBA auch mehr als nur einmal pro Woche kommen. Ich habe gehört, dass Psychologen sagen, dass man länger lebe, wenn man einen Hund oder eine Katze hat. Wieso das so ist, weiss ich aber nicht. Auf jeden Fall freue ich mich, wenn es wieder Mittwoch ist, es um 8.30 Uhr an die Türe klopft und UMBA uns wieder besuchen kommt. (Rahel, 15 Jahre)

Der Mittwoch ist für mich der schönste Tag der Woche. Ich freue mich immer, wenn UMBA kommt. Manchmal darf ich ihr das Futter geben. Das mache ich gerne. Wenn ich während der Stunde mal nichts zu tun habe, rufe ich UMBA zu mir und streichle sie. Wenn es für die grosse Pause läutet, freue ich mich noch mehr, weil ich dann mit UMBA spazieren gehen darf. Frau Jetzer mahnt uns immer zur Vorsicht. Auf der Wiese lasse ich UMBA laufen und werfe ihr den Tennisball. Sie holt den Ball und bringt ihn mir zurück. Ich hätte gerne, dass UMBA jeden zweiten Tag kommen würde. (Dardan, 15 Jahre)


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Jeden Mittwoch kommt UMBA zu uns in die Schule. Zuerst geben wir ihr immer ihr Futter. UMBA darf im Schulzimmer herum laufen. Sie schnüffelt immer an unseren Schultaschen. Sie hat eine Decke, auf der kann sie liegen. UMBA hat es sehr gerne, wenn wir sie streicheln. Wir waren mit UMBA auch schon am Fluss und im Wald spazieren. Am Anfang glaubte ich, dass UMBA beisst. Aber das stimmt nicht, UMBA ist ganz nett. Sie ist brav und gehorcht. Frau Jetzer hat auf ein Blatt geschrieben, wer mit UMBA in der Pause nach draussen gehen darf. So vergessen wir es nicht. UMBA mag es, wenn wir mit ihr spielen. Sie ist sehr schnell und trinkt viel. (Nikola, 15 Jahre)

Ich finde es gut, dass UMBA jeden Mittwoch kommt. So können diejenigen, die Angst vor Hunden haben, die Angst überwinden. Es ist schön, wenn UMBA da ist. Aber wenn es einen Test oder etwas in der Art gibt, dann sollte UMBA zu Hause bleiben. (Samir, 15 Jahre)


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Ein Hund namens UMBA kommt seit dem 7. Schuljahr zu uns in die Klasse. Am Anfang hatte ich Angst vor ihr, weil sie so gross ist. Mit der Zeit haben meine Mitschüler und ich uns aber an sie gewöhnt und sie hat sich an uns gewöhnt. In der 10 Uhr Pause machen wir Gruppen und dann gehen wir mit UMBA am kleinen Teich spazieren, der in der Nähe unseres Schulhauses ist. Wir müssen immer ein Kot-Säckli dabei haben. Wenn schönes Wetter ist, nehmen wir auch einen Ball mit. Ich möchte, dass UMBA immer wieder kommt.(Matej, 14 Jahre)
Als UMBA das erste Mal in die Schule kam, hatte ich noch etwas Angst vor ihr. Als sie aber im Schulzimmer herum lief, um uns kennen zu lernen, habe ich gemerkt, dass sie ganz lieb ist. Man merkt, dass sie sich bei uns wohl fühlt. Draussen spielen wir mit UMBA „Ball werfen“. Sie holt den Ball und legt ihn uns vor die Füsse. Dann loben wir UMBA mit Streicheln. Ich denke, UMBA macht es Spass in die Schule zu kommen.(Giljser, 16)
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Seit uns UMBA besucht, habe ich keine Angst mehr vor Hunden. Sie bellt nie im Klassenzimmer.Mir gefällt, dass uns UMBA besucht. So lernen wir, wie man richtig mit Tieren umgeht. Der Mittwoch ist der Tag, der immer am schnellsten vorbei ist, weil UMBA da ist. (Andreas, 15 Jahre)


Weil UMBA uns jeden Mittwoch besucht, habe ich mehr Erfahrung mit Hunden. Es macht Spass mit ihr zusammen zu sein. UMBA möchte, dass man mit ihr spielt und dass man sie streichelt. Sie ist eine besondere Hündin. Sie bellt nicht und sie stört uns nicht beim Lernen. Sie hat ein braunes, weiches Fell. (Miro, 15 Jahre)