Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg Nord

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Über das Schulamt im Schwarzwald-Baar-Kreis hat sich 2007 der 1. Arbeitskreis Schulhund gegründet! Da der Arbeitskreis mit über 30 Teilnehmerinnen zu groß wurde, hat sich die Gruppe schweren Herzens im Juli 2009 in den Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg Nord (Treffen im Karlsruher Raum) und den Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg Süd (Treffen im Freiburger und Donaueschinger Raum)geteilt!

Wer weitere Informationen wünscht oder zu unseren Treffen der Nord-Gruppe kommen möchte, kann sich bei Bettina Brecht (b.brecht@gmx.de) melden, wir freuen uns sehr über neue Interessierte!

Die Südgruppe "pausiert" momentan! Wer aber Interesse hat und Informationen benötigt, darf sch gerne bei Patricia (patricia@vanschalkwyk.de) melden!


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15.AK-Treffen Arbeitskreis „Schulhund Baden-Württemberg-Süd+Nord

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am 17.Mai 2012, 9.30 – 17.00 in der Grundschule Pfohren / Außenstelle Aasen, Donaueschingen.

Haupt-Thema:

MIT HUND LERNT´S SICH BESSER – oder – DER SCHULHUND ALS LERNMOTIVATOR

Nicht nur Kinder lassen sich leichter über einen Schulhund zum Lernen motivieren, nein auch die Schulhundebesitzer zeigten ein großes Interesse sich fortzubilden. 20 engagierte Lehrerinnen aus ganz Baden-Württemberg schreckte der Termin an einem Feiertag nicht ab, (was bei vielen Fortbildungen zu anderen Themen der Fall wäre). Sie opferten gerne ihren freien Tag um möglichst viel Neues zum Thema Schulhund zu erfahren.

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Das gleichzeitig 5-jährige Jubiläumstreffen, das dieses Mal die beiden Arbeitskreise Nord+Süd gemeinsam gestalteten, wurde von Patricia Führing (Heinrich-Feurstein-Schule Donaueschingen) und Sabine Kempf (Förderschule, Furtwangen) geleitet. Bettina Brecht, die den nördlichen Arbeitskreis organisiert, kam als Referentin aus Karlsruhe angereist.
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Dieses Mal waren Schulhund Jonte mit seiner Besitzerin Philine Domzig die Gastgeber und sorgten in der schnuckeligen Aasener Grundschule dafür, dass sich alle den ganzen Tag wohl fühlten.

Mit dabei waren:

Bettina Brecht mit Paula (Karlsruhe), Sabine Kempf ohne Aisha (Furtwangen), Patricia Führing mit Kimba (Donaueschingen), Beate Grundmüller ohne Sandro (Singen), Nicole Stuhlmüller ohne Chaplin (Stuttgart), Christiane Klug mit Janosch (Donaueschingen), Katrin Knoth mit Freddy (Offenburg), Philine Domzig mit Jonte und Priese (Pfohren), Sigrid Fleig mit Elvis (Offenburg), Claudia Findeisen mit Danu (Spaichingen), Annette Stübler mit Xanto (Göppingen), Annette Wagner mit Nuri (Fützen), Marisa Brudy ohne Luna (Offenburg), Karin Tatsch (Karlsruhe), Kathrin Schelling mit Aimee (Ludwigsburg), Elke Schatz-McBeath ohne Haika (Stuttgart), Kathrin Widmayer , Janina Tusint (Mannheim), Anna-Lene Klenk (Ludwigsburg) und Sina Cochanski mit Hermine.


1.Thema: „5 Jahre AK Schulhund – was hat sich getan?“

Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet hatten, brachte Patricia über eine Power Point die Thematik den Zuhörern näher. Es war ein Einblick in die Entwicklung des Arbeitskreises, von der Gründung und Teilung, der Zusammenarbeit mit dem Schulamt und den erreichten Zielen seit dem 1.Treffen. Schön war, dass neben Sabine und Patricia auch Beate Grundmüller als Gründungsmitglied noch aktiv im AK dabei ist!
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In den vergangenen 5 Jahren wurden viele Ziele, dank super guter Zusammenarbeit aktiver AK-Teilnehmerinnen, erreicht: Die kostenlose Fortbildungsmöglichkeit des LehrerIn-Hund-Teams, die Entwicklung eines Schulhund-Standards in Anlehnung an die freiwillige Selbstverpflichtung (schulhundweb), die Erarbeitung rechtlicher Grundlagen in Zusammenarbeit mit dem Schulamt (Zustimmung und Information beteiligter Gremien, Hygienevorschriften, Versicherung, Tierschutz). Zusätzlich erarbeiteten wir allgemeingültige Regeln für Schüler mit verschiedenen Umsetzungsformen (unter Berücksichtigung des Schultyps, der Klasse und den Eigenschaften des Hundes).

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Für alle war der regelmäßige Austausch über Hundegestützte Pädagogik sehr wertvoll und führte häufig zu einer Verbesserung des Schulhundeeinsatzes: WENIGER IST MEHR! Wir legten viel Wert auf die Sensibilisierung für die Notwendigkeit einer guten Team-Bindung, Rücksichtnahme, Möglichkeiten des schonenden Schulhundeinsatzes (Versorgung durch Schüler, Hund als Motivator, einfache Übungen Kind/Hund, Rituale usw.), aber weniger der Einsatz von „Trickmaschine Hund“ im Unterricht! Einfache praxisbezogene Übungen mit den Hunden und die Vermittlung von Kenntnissen zum Thema „Hund als Motivator“ waren unsere Hauptziele, nachdem wir viel Zeit mit „Theorien“ versuchten einen allgemeinen Grundstock zu entwickeln.

Durch das Angebot unserer Einführungsseminare zum Thema Schulhund erreichten wir viele Interessierte und konnten so nicht nur einen kleinen Überblick zum notwendigen Hintergrundwissen über HuPäSch geben, sondern durch unsere Erfahrungsberichte einen Einblick in den Schulhundalltag und seine Grenzen geben. Die dazu erstellte Informationsmappe für Schulhundeinsteiger beinhaltet kritische Vorinformation und Tipps zur „Einschulung“.

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Um Verständnis für das von uns immer geforderte Fortbildungsangebot auf „höherer Ebene“ erstellten wir eine Informationsmappe für das Regierungspräsidium Freiburg, das zwar viel Anerkennung erhielt, aber keine Konsequenzen nach unseren Vorstellungen bewirkte: das Fortbildungsangebot von oberster Ebene, Akzeptanz bei den Schulleitungen, Meldepflicht aller Schulhunde, Fortbildungspflicht, finanzielle Unterstützung :-(!

Im Nachhinein haben wir in den ersten Jahren unsere Treffen durch aufbauende Themen, im theoretischen wie auch im praktischen Bereich, eine gute Basis für einen einfühlsamen Schulhundeinsatz geschaffen.

Aber momentan verhindern besonders zwei Aspekte eine Weiterentwicklung:
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Fehlende Anerkennung/Unterstützung der Fortbildung beim Staatlichen Schulamt

Zwar erhalten wir eine positive Anerkennung (Notwendigkeit wird gesehen, offizielle Unterstützung und finanzielle Mittel fehlen aber!), der AK ist aber immer noch keine überregionale Fortbildung! Ohne unsere Eigeninitiative gibt es kein Vorwärtskommen in der „Fortbildungshirarchie“ (Das Angebot sollte über das KuMi laufen und zumindest das Einführungsseminar verpflichtend sein!).
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Durch die fehlende Organisation bei der Schulaufsicht findet auch keine Vernetzung aller Schulhunde statt!!!!! Und damit auch keine informierenden „Pflicht“-Seminare für alle Schulhundebesitzer!!

Die dringend notwendige Vermittlung spezifischen Fachwissens des Pädagogen durch „Hundefachleute“ ist kostenintensiv, das bedeutet, dass dieser Bereich nicht durch den AK abgedeckt werden kann, sondern weiterhin Privatsache bleibt!

Interne Probleme des Arbeitskreises:

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Immer größer wird das Problem der Gruppenzusammensetzung bei den Treffen. Der ständige Wechsel der Teilnehmer (erfahrene Schulhundebesitzer und Neuzugänge) erschwert die Befriedigung der unterschiedlichen Erwartungen und ermöglicht keine Weiterentwicklung der Inhalte. Immer häufiger ist zu beobachten, dass eine „Sättigung“ nach zwei Treffen stattfindet und man die Teilnehmer aus den Augen verliert.

Der hohe zeitliche Aufwand der Arbeitskreisleitungen ist nicht zu unterschätzen. Nicht nur die Organisation der Treffen, auch der (fast immer sehr nette) Informationsaustausch mit Interessierten schlucken viel Freizeit.

Schwierigkeiten haben wir nach wie vor auch bei der Vermittlung von Sicherheit im Erkennen von Stressanzeichen des Hundes und Training von Möglichkeiten zur Vermeidung und Reduzierung von Stress zum Schutz von Mensch und Tier. Dieses Thema ist zu umfangreich um es im Rahmen der AK-Treffen für alle zu vermitteln!

Trotzdem vergessen wir nicht die vielen positiven Begleiterscheinungen des AK:

• Kennenlernen vieler netter Gleichgesinnter!

• Sensibilisierung der Teilnehmer für das Thema!

• Neue Teilnehmer kommen schon vor der Einschulung und teilweise vor Hundebesitz zu den Treffen um sich zu informieren!

Und nicht zu vergessen: die immer positive Stimmung bei den Treffen!

Unsere Zukunft?

Bettina regte die gute Möglichkeit des Erfahrungsaustausches bei Schulhund-Stammtischen an. Wie der schon in Karlsruhe gestartete Stammtisch könnten solche kleinen, aber regelmäßigen Treffen auch die weit verteilten Schulhundfreunde aus Baden-Württemberg in kleinen Gruppen ohne viel Aufwand zusammen bringen. Wir werden Euch über gegründete Stammtische hier informieren!

Nach diesem Bericht bestand bei einem langen Spaziergang im strahlenden Sonnenschein die Möglichkeit eigene Erfahrungen auszutauschen. Dies zeigte auch unseren Neuzugängen: Es fällt nach wie vor schwer den Schulhund zu verallgemeinern. Kein Schulhund ähnelt dem anderen, jeder Schulhund betreut seine spezielle Klasse und spielt in seiner Schule seine ganz besondere Rolle.


2.Thema: „Der Schulhund als Lernmotivator“ (B.Brecht, P.Führing)

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Entsprechend wurde auch das Thema „Der Schulhund als Lernmotivator“ am Nachmittag vorgestellt: Hunde üben eine wunderbare Anziehungskraft auf Kinder aus und dies kann mit ganz einfachen Mitteln im Klassenzimmer genutzt werden: Lese- oder rechenunwillige Kinder lesen gerne eine Geschichte von „ihrem“ Hund, rechnen auch gerne aus wie viele Knochen er gefressen hat und schreiben kleine Briefe an ihren Hund. Oder führen selbstbewusst eine Hundedressur vor der ganzen Schule auf. Motiviert durch den Hund, der dazu gar nicht lange auffordern muss, es alleine durch seine Anwesenheit bewirkt. Über den Hund entsteht auch schnell ein Gespräch, auch wenn man sich sonst nichts zu sagen hat. Er kann auch der Motivator für eine besonders gut durchdachte Präsentation sein oder einfach durch das Apportieren von Aufgabensäckchen das Lernen versüßen.

Bettina und Patricia stellten zu diesem Thema viele verschiedene Beispiele vor, die sie mit ihren Hunden und Klassen in den letzten Jahren praktisch erprobt hatten. Beide betonten aber, dass der Hund nicht ständig im Vordergrund steht, sondern die vorgestellten Beispiele über Jahre gesammelt wurden. Bei den Berichten zeigte sich nicht nur die Unterschiedlichkeit der Hunde Paula und Kimba, sondern auch die unterschiedlichen Möglichkeiten, die durch die Klassen und Schularten (Haupt- und Förderschule) vorhanden sind.

Bettinas apportierfreudige Schulhündin Paula bringt gelegentlich den Schülern Arbeitsblätter in einem Körbchen, wählt die Rechenaufgaben für die Schüler aus, begleitet die Schüler an die Tafel und rechnet mit. Für die Freiarbeit gibt es den Holzhund, an dem die zu lösenden Aufgaben hängen und beim Longieren auf dem Schulhof muss erst einmal darüber nachgedacht werden, wie der dazu notwendige Kreis aufgestellt werden kann. Paula animierte ihre Schüler aber auch schon zur Planung und Herstellung einer Hundehütte für ihr Klassenzimmer und einer Kampagne gegen Hundekot in Karlsruhe.

Im Vergleich dazu wurde Kimba, der ehemalige Schulhund im Ruhestand, verstärkt als Lese- und Schreibmotivator eingesetzt und sorgte täglich dafür, dass die Klassenregeln konsequent eingehalten wurden. Seine Schüler lösten gerne Aufgaben, wenn sie als Belohnung ein Leckerchen in einen Futterball füllen konnten, den er anschließend durch das Klassenzimmer rollte. Nebenbei war er aber auch Initiator verschiedener Projekte, wie z.B. im vergangenen Jahr der „Hunderalley ohne Hund“, die von allen Klassen seiner Schule begeistert angenommen wurde.
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Bettina und Patricia zeigten durch die Unterschiedlichkeit ihrer Hunde, aber auch ihrer Schulen, dass die Motivation über den Schulhund zwar grenzenlos erscheint, der Charakter des Hundes und die Hintergründe der Klasse für die Durchführung aber ausschlaggebend sind und angepasst werden müssen. Und durch das Älterwerden der Hunde zwar manche Einsätze nicht mehr durchführbar sind, der Hund aber durch seine pure Anwesenheit auch noch zum Lernen animieren kann! Wenn wir das berücksichtigen und erkennen, besteht die Möglichkeit, dass sich alle zusammen im Klassenzimmer wohl fühlen und Spaß am Lernen finden!

DSC08422.JPG Und das war auch das Motto des ganzen Tages: das Lernen hatte Spaß gemacht! Zum Ende der Veranstaltung mussten alle 20 Teilnehmerinnen und ihre 12 Vierbeiner feststellen, dass es sich wieder einmal gelohnt hatte einen freien Tag zu opfern und den teilweise weiten Weg nach Donaueschingen auf sich zu nehmen.

Vielen Dank Euch allen für Euer Kommen, Eure gute Laune, Eure offenen Ohren und Herzen und Eure wertvolle Zeit! Und einen dicken Schmatz an Eure Hunde, die so friedlich und ohne groß zu meckern den Tag mit uns verbrachten.

Ein ganz besonders dickes Danke an Philine für Ihre Vorbereitungen und an Bettina für ihr Kommen und ihr beeindruckendes Referat!!!



8. Treffen am 17.09.11 in Stutensee bei Karlsruhe "Thema Körpersprache"

Teilnehmer:
Angelika Janke, Stefanie Heilig, Andrea Cofalik, Silke Neubauer, Andrea Widmann, Beate Harder, Andrea Nack, Christiane Böttcher, Nicole Panhölzl, Nicole Stuhlmüller, Susanne Kistner, Ursula Botz, Elena Wagner, Ingrid Pischem, Mira Reichardt, Esther Krux, Iris Brugger-Schulz, Gaby Bisoli, Sandra Thulke, Katja Burger, Steffi Hecker, Ute Eisenkolb, Werner Zikofsky, Rita Rupp, Monika Mikhail, Reinhard Schlindwein, Simone Schindler, Elisabeth Schäfer, Bettina Nentwich, Bettina Brecht.


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Um 10.00 Uhr trafen wir uns in der Schlossschule in Stutensee bei Karlsruhe. Dieses Mal wurde das Thema "Bodytalk - souveränes Führen über die Körpersprache" bearbeitet. Wir konnten hierfür die Verhaltenstherapeutin Nadia Winter aus Karlsruhe gewinnen.

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Nach eine kurzen Vorstellungsrunde ging es erst einmal nach draußen, damit sich unsere Vierbeiner kennenlernen und austoben konnten. Danach führte uns Frau Winter durch einen Vortrag in das Thema Körpersprache ein.

Souverän
Als souverän bezeichnet man neben der rechtlichen Selbstbestimmung die sichere oder überlegene Beherrschung einer Aufgabe. Eine sourveräne Darbietung - d.h. eine perfekt berrschte Darbietung.

Warum Führung über die Körpersprache?

  • positive und bessere Orientierung am Menschen
  • Hunde im Trieb gewalt- und stressfrei führen
  • um Fehlverhalten dauerhaft abzuschaffen
  • artgerechte Haltung


Hundehalterproblem oder Problemhund?
Als Problemhund bezeichnen wir Hunde, die ein artgerechtes, aber für den Menschen nicht aktzeptierbares Verhalten zeigen. Es handelt sich also mehr um ein Hundehalterproblem. Problemhunde entstehen durch Unwissenheit sowie durch das Fehlverhalten ihrer Besitzer.

Ursachen?

  • Unsicherheit des Vierbeiners in unklaren Situationen
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  • Falsche Rangordnungsverhältnisse
  • Verständigungsprobleme zwischen Hund und Mensch


Was lernt ein Rudelchef?

  • Konsequentes Verhalten dem Vierbeiner gegenüber
  • Geduld und Einführungsvermögen
  • Kontrolle ihrer Gestik, Mimik und Körpersprache
  • artgerechte Verhaltensweisen des Hundes
  • Hundeverhalten richtig einschätzen


Körperhaltung

offene Körperhaltung
Der Körper ist entspannt, die Arme sind geöffnet, die Beine stehen locker und breit am Boden. Es gibt keinen Anlass sich schützen zu müssen. Offene Körperhaltung kann Zufriedenheit, Sicherheit, Souveränität und Lässigkeit ausdrücken.

geschlossene Körperhaltung
Der Körper ist gespannt, die Arme sind nahe am Körper, der Kopf ist meist gesenkt.

Gestik und Mimik
Gestik = Arme und Beine (Persönlichkeit, Temperament und Selbstbewusstsein)
Unruhige Gestik macht den Hund nervös und er versteht dann nicht was wir von ihm wollen. Aber er verseht uns durch das Wort allein nur dann, wenn der rein aktustische Befehl durch anderweitige Verständigung bereits stark ritualisiert ist.


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Nach dem Vortrag am Vormittag wurden wir in der Mittagspause von den Schülerinnen und Schülern der Schlossschule verwöhnt, die uns verschiedene Pizzen mit Salat servierten. Diese zwei Hundedamen hätten auch gerne etwas abbekommen!
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Nach der Mittagspause und einem kleinen Hundespaziergang ging es mit dem Praxisteil weiter. Nadia zeigte uns an verschiedenen Beispielen wie man seine Körpersprache richtig einsetzt.










Diese durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst ausprobieren. Außderdem gab es eine kleine Einführung ins Longieren.



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Was kann ich mir unter Longieren mit Hunden vorstellen?
Beim Longieren wird durch ein handelsübliches Absperrband und kleinen Stangen ein Kreis gebildet, welchen der Hund umrunden muss. Der Hund darf dabei diesen Kreis nicht betreten. In der Mitte des Kreises steht der Hundeführer. Dieser führt den Hund durch Sichtzeichen und ein paar wenige Hörzeichen immer außerhalb um den Kreis.

Was bringt Longieren mit Hunden?
Das Longieren mit Hunden hilft beim Aufbau der Hund-Mensch-Bindung und der Kontrolle des Hundes auf Distanz. Durch Blickkontakt, Körpersprache und (meist) nonverbale Zeichensprache wird die Bindung vom Hund zum Hundehalter aufgebaut, verbessert und gefestigt. Longieren bedeutet aber nicht nur stupides im Kreis laufen sondern verlangt eine hohe Konzentration und ein enormes Laufpensum vom Hund. Ein sprintender Hund legt die ca. 60 Meter Laufstrecke in fünf bis sechs Sekunden zurück. Der Hund wird also körperlich und geistig ausgelastet.

Was ist therapeutisches Longieren?
Nadia Winter hat eine besondere Form des therapeutischen Longieren entwickelt. Hier wird dem Hund durch gezielte Geräte- und Koordinationsarbeiten am Longierkreis Aufmerksamkeit und Orientierung am Besitzer vermittelt. Die meisten Hunde im Alltag und Training orientieren sich kaum am Hundehalter, dies wird hier durch koordinierte Körper- und Ritualarbeit geschult. Ängste und Aggressionen können so sehr viel schneller abgebaut und abtrainiert werden. Über Körperbandagen und weitere Elemente aus dem Tellingtonbereich gelangt der Hund und sein Mensch zu einem besseren Körpergefühl, somit zu mehr Selbstsicherheit.

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Gegen 16.00 Uhr beendeten wir unser Treffen. Einen großen Dank geht an Nadia Winter (Frei Schnauze), die uns viel Neues vermitteln konnte.















Alltagstauglichkeitstest am 02. April 2011 in Karlsruhe

Am Samstag, den 02. April 2011 führten wir in Karlsruhe einen Alltagstauglichkeitstest für Hundeführer und Hund durch, kurz ATT genannt. Es sollte bei diesem ATT das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund in alltäglichen Situationen abgefragt werden, um uns Hundeführern die Möglichkeit einer Standortbestimmung des bisher Erreichten zu geben. Hierfür konnten wir Petra und Achim Behringer vom DRC (Deutscher Retriever Club) gewinnen die uns durch verschiedensten Aufgaben führten und danach ein Feedback gaben.

Am ATT nahmen teil:
Andrea Cofalik mit Strom, Ursula Botz mit Hazel, Susanne Kistner mit Kira, Silke Neubauer mit Nala, Andrea Widmann mit Phoebe, Eva Vogt mit Elias, Steffi Hecker mit Emma, Rita Blessing-Großholz mit Anjo, Elisabeth Nething mit Herby, Eva Böhm mit Kira, Angelika Janke mit Conny, Rike Mahlberg mit Erna, Angelika Seidelmann mit Lia, Claus Frei mit Benson, Katrin Knoth mit Freddy, Cornelia Kohlhaas mit Leila, Cindy Satzger mit Jolie und Martina Wolf mit Sally. Als Helfer und Mädchen für alles fungierten Jürgen Klaiber und Bettina Brecht.

Wir trafen uns um 8.30 Uhr in Karlsruhe/Weiherfeld, bei schönstem Wetter, an einem Waldstück. Nach einem kurzen Austausch wurde die große Gruppe in zwei kleinere geteilt. Die eine Gruppe ging mit Achim und die zweite mit Petra Behringer. Hier nun eine kurze Beschreibung der verschiedensten Aufgaben:

Aufgabe: "Stressfreies Autoverlassen"

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Hier sollten unsere Hunde an ihrem Platz im Kofferraum bleiben, auch wenn dieser geöffent war. Erschwert wurde diese Aufgabe, dass das Frauchen vielleicht nicht mehr zu sehen war oder ein fremder Hund am Kofferraum vorbei lief. Im Alltag sollte dies wirklich gut funktionieren, da es sonst zu schweren Unfällen kommen kann.










Aufgabe: "Vorsicht Gift"

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"Das Leckerchen riecht schon sehr verführerrisch!"


Diese Aufgabe war besonders tückisch. Auf einer schönen Wiese wurde die tollsten Leckereien verteilt. So gab es Kalbsleberwurstbrötchen, Käse, Würstchen, Brezel usw. Keine Hundenase konnte diesem tollen Duft widerstehen. Aber genau das war die Aufgabe. Der Hundeführer sollte seinen Hund durch den verlockenden Parcour führen, ohne dass der Hund sich an den Leckereien bedient. Das war gar nicht so einfach. Zum Schluss musste der Hund ohne Leine sitzen bleiben und wurde von seinem Besitzer gerufen. Auch hier sollte der Hund nicht zugreifen. Dies war gar nicht so einfach. Durch eingreifen des Hundeführeres sollte das Aufnehmen des "Giftköders" verhindert werden. Leider werden wir im Alltag immer wieder mit solchen Leckereien am Wegrand konfrontiert und man weiß nie, ob ein Hundefeind das Leckerchen mit Gift bestückt hat. Deshalb sollte das nichtaufnehmen von Lebensmitteln immmer wieder geübt werden. Ich weiß, dass ist nicht einfach (habe auch so einen Staubsauger der alles frisst), aber kann unter Umständen das Leben des Hundes retten. Übrigens geht meine Hündin noch immer mal an der Wiese vorbei um zu sehen, ob da noch weitere Leckereien ausgelegt sind.


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Aufgabe "Hundebegegnung"

Hier musste der Hundeführer seinen Hund am Wegrand ablegen (er sollte liegenbleiben). Währendessen kam eine Hundegruppe mit Herrchen und Frauchen die den Hundeführer begrüßten und sich mit ihm unterhielten. Diese Gruppe lief dann am liegenden Hund vorbei. Dies war nicht einfach für den Hund, der natürlich auch gerne zu den anderen Hunden gegangen wäre.


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Aufgabe "Ablegen mit Ablenkung"

Der Hundeführer musste seinen Hund auf offener Wiese ablegen und sich ca. 20m entfernen. Während Hund und Hundeführer auf ihren so eingenommenen Postitionen warten mussten liefen zwei weitere Teams zusammen mit Achim Behringer als "Ablenkung" zwischen den beiden durch. Anschließend musste der Hund gerufen werden.



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Endlich mal Pause!









Aufgabe "Brücke I: Ablegen im Team"

An einer Brücke über einen kleinen Bach wurden jeweils zwei Hunde abgelegt. Die Hundeführer gingen auf die andere Seite, allerdings gerade noch in Sichtweite der Hunde.
Dann wurde der erste Hund von seinem Führer gerufen, wobei der zweite Hund freilich liegen bleiben sollte. Erst danach wurde auch der zweite Hund gerufen.
Anschließend Tausch, so dass der im ersten Durchgang zuerst abgerufene Hund nun als Zweiter an der Reihe war.



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Aufgabe "Brücke II: Ablegen außer Sicht"

Bei dieser Aufgabe wurde nur jeweils ein Hund abgelegt oder -gesetzt. Der Führer ging auf die andere Seite der Brücke, diesmal aber noch um eine Biegung und somit vollständig außer Sichtweite. Erst nach einer kurzen Wartezeit durfte der Hund gerufen werden.


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Aufgabe "Restaurantbesuch"

Dies war eigentlich keine spezielle Aufgabe des ATT. Aber zum Mittagessen gingen wir zu einem nahegelegenen Restaurant. Zwanzig Hunde mussten an einem doch engeren Platz unterkommen. Dies war für alle Hunde eine weitere Übung zur Alltagstauglichkeit. Viele andere Gäste waren erstaunt, dass so viele Hunde im Lokal waren als wir hinaus gingen. Auch die Kellner haben mit uns ihre Hundeangst überwunden.



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Müde und kaputt waren alle nach diesem anstrengenden Tag. Es gab viele neue Eindrücke zu verdauen. Auch unsere Hunde waren nach diesen Aufgaben ziemlich geschafft.



Unsere Sieger des Tages waren:
Eva Böhm mit Kira
Claus Frei mit Benson
und Cindy Satzger mit Jolie. Die drei haben das Prädikat "Vorzüglich" mit den höchsten Bewertungen bekommen.
Herzlichen Glückwunsch!
Aber auch die anderen Teilnehmer haben sehr gute Teamarbeit mit ihren Hunden gezeigt.




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6. Treffen am 26.02.2012 in der Schloss-Schule bei Stutensee Karlsruhe

Am Samstag, den 26. Februar 2011 fand in der Schloss-Schule in Stutensee unser Treffen statt.

Es nahmen teil: Nicole Panhölzl mit Mia, Christiane Böttcher, Werner Zikofsky, Birgit Weik, Annette Mayer, Gaby Schwenk mit Danka, Katrin Knoth mit Freddy, Carla Merkle mit Amy, Cindy Satzger mit Jolie, Maja Ronellenfitsch mit Baldu, Andrea Widmann mit Phoebe, Gisela Lechner mit Mya, Susanne Kistner mit Kira, Stefanie Heilig mit Lilli, Angelika Janke mit Conny, Anne Vielsäcker mit Charlie, Andrea Nack, Harry Wohlbold mit Sammy, Elisabeth Nething mit ihren zwei Hunden, Uschi Botz mit Hazel, Sandra Thulke, Sabine Malarik, Martina Wolf mit Sally, Andrea Cofalik mit Strom und Bettina Brecht mit Paula.


Dieses Treffen stand unter dem Thema "Erste Hilfe am Hund". Da wir unsere Hunde im Unterricht einsetzen sollten wir uns nicht nur bei der Ersten Hilfe am Menschen auskennen und regelmäßig fortbilden. Auch die Erste Hilfe am Hund sollte alle paar Jahre auf unserem Fortbildungskatalog stehen. Wir haben an diesem Tag vieles gelernt und auch ausprobieren dürfen.


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Frau Dr. Kobelt Tierärztin in Karlsruhe erklärte uns einige Dinge zum Thema "Erste Hilfe am Hund". Dabei durften wir auch an unseren Hunden Hand anlegen um die neuen Erkenntnisse ausprobieren zu können. Es zeigte sich mal wieder wie geduldig unsere Hunde waren. Natürlich gabe es auch so einige Leckerchen fürs stillhalten. Außerdem war es für die Hunde ein gutes Training.



Hier einige Themenbereiche die wir besprochen haben.


ABC Schema

A = Atmung
B = Beatmung
C = Circulation (Kreislauf)


Bei Ankunft an einer Unfallstelle

1. Selbstschutz
2. Unfallstelle absichern
3. Tier ansprechbar? (Reaktion auf Zuruf, Schmerzreiz)


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Fixieren des Fanges

Um sich vor Bissen des Tieres zu schützen sollte der Fang fixiert werden. Auch ein gut erzogenes Tier kann unter Schmerzen zubeißen!!!

1. In das lange Band wird ein einfacher Knoten geknüpft. Die entstandene Schlinge wird dem Hund mit dem Knoten nach oben über den Fang gestreift und fest angezogen.
2. Unter dem Kinn wird ein weiterer Knoten gebunden.
3. Die zwei Enden des Bandes werden im Nacken hinter den Ohren mit einem Knoten und einer Schleife verknotet.


Hochheben und Transport
Bei kleinen Hunden
Der eine Arm wird von unten um den Hals auf den Brustkorb gelegt, der andere unterstützt von hinten zwischen die Hinterbeine gelegt den Beckenboden.
Bei großen Hunden
Ist der Hund zu schwer, um ihn zu tragen kann er mithilfe einer selbstgebauten Trage transportiert werden. Als Transportmaterial eignet sich eine Decke oder ein großes Handtuch. Die Decke wird vorsichtig unter den Hund gezogen. Nun kann er von zwei Personen transportiert werden.


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Pulskontrolle
Der Puls des Hundes liegt in der Regel bei 70 bis 160 Schlägen pro Minute. Bei Welpen kann die Pulsfrequenz durchaus bis 220 pro Minute betragen. Eine sporadische Pulskontrolle ist Voraussetzung für eine konkrete Pulskontrolle im Krankheitsfall. Hierbei sollte der Puls in Ruhe, nach Bewegung, in Aufregung etc. gemessen werden um den normalen Puls des eigenen Hundes zu kennen. Falls Unregelmäßigkeiten festzustellen sind, ist dies im Gegensatz zum Menschen beim Hund durchaus Normal.


Pulskontrolle-Wie geht das?

  • Hund auf die Seite legen und die Finger auf die Innenseite des Oberschenkels direkt unterhalb des Hüftgelenks.
  • Solange tasten bis man die Arterie gefunden hat (fühlt sich wie eine dicke Sehne an).
  • Puls 15 Sekunden lang zählen un das Ergebnis mit 4 multiplizieren.


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Kreislaufkontrolle
Den Kreislauf des Hundes sollte man von Zeit zur Zeit kontrollieren, um den normalen Kreislaufzustand des eigenen Hundes zu kennen. Nur so kann man etwaige Krankheitssymptome und Veränderungen des Kreislaufes feststellen.
Man zieht ein Lid des Hundes leicht nach unten und kontrolliert die Färbung der Bindehaut. Die normale Färbung der Bindehaut sollte rosa sein. Dunkelrote Färbung der Bindehaut deutet auf hohen Blutdruck - blaßrote Färbung auf niedrigen Blutdruck.

Beide Aussagen sind jedoch mit Vorsicht zu bewerten. Viele Hunderassen leiden an einer chronischen Bindehautentzündung (dunkelrot), bedingt durch das zuchtbedingte Herabhängen der Augenlider.
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Die zweite Möglichkeit ist sicherer, jedoch bei manchen Hunden nur schwer zu erkennen. Man öffnet leicht das Maul des Hundes und drückt mit einem Finger kurz aber kräftig auf das Zahnfleisch und lässt dann schnell wieder los. Die Druckstelle sollte sich durch den Druck weiß färben und anschließend relativ schnell wieder die ursprüngliche Färbung annehmen. Langsames Füllen der Druckstelle deutet auf niedrigen Blutdruck, extrem schnelles Füllen auf hohen Blutdruck hin. Schwierig ist diese Methode bei Hunden mit schwarzem oder sehr dunklem Zahnfleisch.











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Pfotenverbände

Man deckt die verletzte Stelle mit einem Tupfer ab. Wenn sich die Verletzung zwischen zwei Zehen befindet, wird dieser Zwischenraum nicht mit Verbandswatte gepolstert, sondern nur durch einen Tupfer abgedeckt. Nun wird der Zwischenzehenraum so gepolstert, dass der vorbereitete Wattestreifen auf der Oberseite der Pfote mit einer Hand festgehalten und zwischen den Zehen auf die Rückseite der Pfote umgeschlagen wird. Jetzt wird die Pfote mit der Verbandswatte bis über das Sprung- bzw. Handgelenk so fest verbunden, dass der Verband nicht rutscht, aber die Blutzirkulation nicht beeinträchtigt wird. Danach wird die Verbandswatte mit einer Mullbinde oder elatischen Binde umwickelt.




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Hitzschlag
Hunde sind sehr hitzeempfindliche Tiere, die ihre überschüssige Wärme nicht wie der Mensch durch Schweißdrüßen der Haut (nur an den Pfoten und an dem Nasenspiegel) abgeben können. Hunde können ihre Körperwärme durch Hecheln regulieren. Kann das Tier nicht ausreichend seinen Wärmehaushalt durch Schwitzen und Hecheln regulieren, sucht es kalte Flächen auf, befeuchtet das Fell durch Belecken oder geht ins Wasser. Hat der Hund dazu keine Möglichkeit, steigt die Körpertemperatur sehr rasch an. Das Tier wir unruhig, lässt die Zunge, bei gestrecktem Hals, weit heraushängen.
Schon ab 40° C treten Kreislaufbeschwerden auf. Das Tier pumpt Blut vom Körperinneren in die äußeren Körperteile, um es schneller abzukühlen. Bei sehr hohen Temperaturen hat dies zur Folge, dass lebenswichtige Organe weniger stark durchblutet werden, was in schlimmen Fällen zu einem Schockgeschehen führen kann. Steigt die Körpertemperatur über 43° C besteht Lebensgefahr für das Tier.

Erste Hilfe - Maßnahmen
Das Tier an einen kühlen und gut belüfteten Ort bringen
Das Tier mit Wasser besprühen, an den Beinen anfangen, dann Bauch und Brust und zuletzt den Kopf, damit die Verdunstungskälte die Körpertemperatur absinken lässt.
Man kann dem Tier auch feuchte Tücher oder Eisbeutel (keinen direkten Kontakt - Erfrierungsgefahr) auf den Kopf bzw. in den Nacken legen.
Wasser anbieten, sofern das Tier nicht bewusstlos ist.
Tierarztbesuch - Hitzschlag ist ein Notfall

Wie man sieht haben wir eine Menge an diesem Tag dazugelernt. Einen großen Dank an Frau Dr. Kobelt.
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Einen besondern Dank geht an die Schüler und die Erzieherin der Schloss-Schule die uns am Nachmittag mit einem sehr leckeren Essen versorgten. Für einen kleinen Obolus bekamen wir Pizza in verschiedenen Varianten und einen leckeren Salat. Es war für unsere Veranstaltung eine große Erleichterung, dass wir uns nicht um das Mittagessen kümmern mussten.

Einen weiteren Dank geht an Uschi Botz, die uns wieder ermöglichte den AK an ihrer Schule durchzuführen. Ohne ihren Einsatz wäre so manches komplizierter.









5. Treffen am 20.11.2010 in Stutensee bei Karlsruhe

Am Samstag, den 20. November 2010 war es wieder soweit unser nächstes Treffen stand an. Dieses Mal als Fortbildung über das Schulamt Karlsruhe ausgeschrieben. Womit keiner gerechnet hatte trat ein, wir hatte eine so große Anzahl an Anmeldungen, dass wir sogar einigen absagen mussten.

Wir trafen uns in Stutensee bei Karlsruhe in der Schlossschule. Unser Themegebiet war dieses Mal "Einsatzmöglichkeiten der Hunde im Unterricht".


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Anwesend waren: Axel Klaus mit Hexe, Steffi Hecker mit Emma, Harry Wohlbold mit Sammy, Cornelia Kohlhaas mit Laila, Andrea Cofalik mit Storm, Felix Stadtfeld mit Kalle, Elisabeth Nething mit ihren zwei Hunden, Angelika Janke mit Conny, Andrea Widmann mit Phoebe, Jasmin Braunecker mit Rabuwa, Gaby Schwenk mit Danka, Gisela Lechner mit Mya, Carla Merkle mit Amy, Stefanie Heilig, Gabriele Bruder-Bissoli mit Mina, Iris Brugger-Schulz mit Lotte, Ester Krux mit Grady und Karzu, Mira Reichardt, Reinhard Schlindwein mit Phoenix, Cindy Satzger mit Jolie, Silke Neubauer mit Nala, Nicole Stuhlmüller mit Chaplin, Anne Haag mit Kaya und Kate, Uschi Botz mit Hazel, Diana Förg, Susanne Mayer, Nicole Panhölzl und Bettina Brecht.


Zu Beginn stand die Vorstellungsrunde, die dieses Mal etwas länger dauerte. Danach gab es erst einmal eine Toberunde für unsere Hunde. Nachdem alle ihre Glieder bewegt hatten stellte Bettina eine Deutschstunde mit dem Thema "Schulhund Paula" vor und erklärte wie der Hund dabei eingesetzt werden kann. Mithilfe von Korken auf den Wortkarten kann der Hund diese Karten gut den Schülern bringen.

Siehe auch: Deutschstunde zum Thema Hund
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Um weiter arbeiten zu können teilten wir die Großgruppe auf. So gab es eine Einsteigergruppe, diese Teilnehmer erhielten von Bettina die Grundinformationen zum Einsatz von Hunden in der Schule. Außerdem gab es noch zwei weitere Gruppen die sich über die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht austauschten. Hier sind die Ergebnisse der beiden Gruppe zu sehen.


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Nach einem reichhaltigen Mittagessen konnte man an Stationen verschiedene Einsatzmöglichkeiten anschauen und ausprobieren. So war es jedem selbst überlassen ob er Materialien für seinen Unterricht herstellte, mit seinem Hund übte oder sich mit anderen über die Einsatzvorschläge austauschte.


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Alles in allem war es ein schöner und arbeitsreicher Tag. Ein großes Dankeschön geht an Uschi und Andrea, ohne die dieser Tag nicht so reibungslos verlaufen wäre.


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4. Treffen am 29.07.2010 bei Rottenburg

siehe Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg Süd

3. Treffen am 08.05.2010 in Karlsruhe

Unser drittes Treffen in diesem Schuljahr fand in den Hagsfelder Stuben in Karlsruhe statt.

Anwesend waren:

Jasmin Braunecker mit Rabuwa, Cindy Högl mit Jolie, Nicole Stuhlmüller mit Chaplin, Julitta Ehmann mit Woody, Uschi Botz mit Hazel, Katrin Knoth mit Freddy, Christine Herkommer mit Gismo, Bruno Wapke mit Amadeus und Bettina Brecht mit Paula.

Dieses Treffen stand unter dem Schwerpunkt "Stress bei Hunden". Dieser Themenbereich ist ein sehr wichtiger im Umgang und Einsatz unserer Schulhunde. Um so besser sollten wir uns in diesem Bereich auskennen. So hatten wir für diesen Samstag zwei Referentinnen die uns dieses Thema aus verschiedenen Bereichen näher brachten. Es sprachen:

- Iris Zeller Tierheilpraktikerin aus Karlsruhe

- Nadia Winter Hundeverhaltensberaterin / leitet die Hundeschule Frei Schnauze in Karlsruhe.

Beide Referentinnen hielten ihren Vortrag ohne ein Honorar dafür zu verlangen. Sie baten um eine Spende für das Tierheim Karlsruhe. Diese wird in den nächsten Tagen auch überwiesen. Vielen Dank für euren Einsatz!!!

Um 10.15 Uhr trafen wir uns zu einem kleinen Spaziergang mit den Hunden. Danach ging es in die Hagsfelder Stuben und wir begannen mit einer kleinen Vorstellungsrunde, da auch einige "Neuzugänge" dabei waren.


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Danach hielt Frau Zeller ihren Vortrag. Dabei ging es um:

  • Der Hund in unserer Gesellschaft
  • Lieben wir unseren Hund krank
  • Stress bei Hunden und seine Auswirkungen
  • Gesunderhaltung mit Homöopathie.


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Mit vielen neuen Infos im Gepäck ging es zu einer kleinen Gassi- und Toberunde mit unseren Hunden. Dem folgte ein leckeres Mittagsessen, welches wir bei schönstem Wetter draußen zu uns nehmen durften.


Nach unserer Mittagspause ging es auch gleich mit dem Vortrag von Frau Winter weiter. Dabei ging es um:

  • Was ist Stress?
  • Welche Stressfaktoren gibt es?
  • Wie läuft die Stressreaktion ab?
  • Stress und Hormone
  • Welche Stresshormone werden ausgeschüttet?
  • In welchen Symptomen äußert sich Stress beim Hund?
  • Welche stressauslösenden Faktoren gibt es?
  • Was kann man tun, wenn der Hund offensichtlich Stress hat?
  • Beschwichtigungssignale
  • Spiel oder Arbeit?


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Wie die ganzen Punkte schon zeigen, waren wir nach den beiden Vorträgen voll mit neuem Wissen und ziemlich kaputt. Aber es hat uns auch wieder gezeigt, wie wichtig es ist sich in diesem Bereich auszukennen, damit wir unsere Hunde schützen können. Wir müssen die Signale kennen die uns unser Hund sendet und deshalb sind regelmäßige Fortbildungen zu diesem Themenbereich besonders wichtig.


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Liebe Iris, liebe Nadia, vielen Dank für euren Einsatz. Es grüßt euch der AK Baden-Württemberg Nord.

2. Treffen am 25.01.2010 in Schorndorf

Unser zweites Treffen in diesem Schuljahr fand in der Hundeschule bei Karin Schwarz in Schorndorf statt.

Anwesend waren:

Andrea Widmann mit Phoebe, Angelika Jahnke mit Conny, Christine Nagel mit Kindern und ihrem Hund Luka., Martina Wolf mit Sally, Patricia Führing mit Kimba, Silvia Mitschele ohne Hund, Susanne Kolbe mit Anton, Philine Domzig mit Jonte und Bettina Brecht mit Paula.

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Seminar : Spiele für Kind und Hund

Pünktlich um 14.30 Uhr ging es mit einigen einführenden Worten von Frau Schwarz los.

So erklärte uns Frau Schwarz, dass Zerrspiele nicht ins Klassenzimmer gehören, da viele Hunde zu sehr aufgeputscht werden und die Gefahr, dass ein Kind verletzt wird, immer gegeben ist.

Wichtig ist es auch, dass die Spielregeln klar sind:

• jedes Spiel sollte an die Gegebenheiten des Ortes angepasst sein

• jedes Spiel sollte an den individuellen Hund angepasst sein

• jedes Spiel sollte an die Kinderstruktur angepasst sein

• es sollte während den Pausen immer Rücksicht auf die Ruhe des Hundes genommen werden (ein Hund sollte ca. 17 Sunden tgl. ruhen/schlafen)

• der Hund sollte Leckerchen sanft nehmen

• der Hund sollte nicht hochspringen

• der Hund sollte nicht bellen oder nur nach Aufforderung

• der Hund sollte kein Beuteneid zeigen


Wichtig ist, dass auch ein Hund nicht immer spielen will!

Danach gingen wir auch gleich in die Halle um einige praktische Übungen/Spiele durchzuführen. Wie man sieht war es bitterkalt, aber wir waren alle gut eingepackt und freuten uns auf die bevorstehenden Übungen.

So durfte jeder der teilnehmenden Hunde seine Tricks, die er schon beherrschte, vorführen.

Nach und nach lernten wir neue Spielmöglichkeiten kennen, wie z.B.

Leckerchenspiel


Tastspiel:

Die Kinder ertasten Hundezubehör in einer Box (Bürste, Leine, Ball, Halsband, Napf, Zeckenzange....)


Kreisspiel:

Die Kinder bilden einen Kreis und strecken ihre Hände nach hinten. Ein Kind für den Hund mit der Leine um den Kreis und legt einem anderen Kind die Leine in die Hände. Nun darf diese Kind den Hund um den Kreis führen.


Buchstaben (Zahlen) apportieren:

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Auf einem Tuch in der Mitte des Raumes liegen verschiedene Säckchen auf jedem ist ein Buchstabe gestickt oder gemalt. Ein Kind lässt den Hund ein Säckchen apportieren. Der Hund bringt dem Kind das Säckchen, mit dem Buchstaben der auf dem Säckchen steht sagt das Kind ein Nomen, Verb oder Adjektiv. Aufgabenstellungen sind variabel, je nach Klassenstufe oder Fach.


Hundegeschichte im Sitzkreis:

Die Schüler sitzen im Sitzkreis auf Stühlen, ein Schüler (oder Lehrer) steht in der Mitte des Kreises, neben ihm liegt der Hund. Der Schüler (oder Lehrer) erzählt eine Hundegeschichte. Immer wenn das Wort „Hund“ in der Geschichte auftaucht, stehen alle Schüler auf, sagen „bemerkt“ (oder ein anderes Wort) und rücken einen Stuhl weiter. Der Hund bleibt liegen, die Geschichte wird weiter erzählt. Hund wird evtl. immer wieder mit Leckererchen belohnt.


Zeitungsspiel:

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Ein Kind liest etwas aus einer Zeitung vor. Danach wird die Zeitung auf den Boden gelegt und der Schüler führt den Hund auf die Zeitung und lässt ihn darauf sitzen. Nun liest das nächste Kind, wenn dieses fertig ist legt es seine Zeitung auf den Boden und darf nun den Hund auf seine Zeitung führen.


Rollenspiel Tierarzt:

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Ein Kind geht mit dem Hund zum Tierarzt und beschreibt seine Symptome.


Und vieles mehr.....


Nach den vielen praktischen Übungen konnten wir uns in der Halle von Frau Schwarz noch viele Spielmöglichkeiten anschauen. Danach ging es wieder in die Wärme und wir wurden mit Gebäck und Kaffee verwöhnt. Außerdem hatte uns Susanne noch einen leckeren Kuchen gebacken (Danke nochmals). Auch hier bekamen wir nochmals viele neue Ideen von Frau Schwarz.

Es war ein rundum gelungener Nachmittag und wir kamen mit sehr vielen Ideen nach Hause. Die Vorschläge sind alle sehr gut in der Schule umsetzbar. Nochmals vielen Dank an Frau Schwarz und ihre Mitarbeiterin. Es hat uns allen sehr großen Spaß gemacht. Dieses Seminar in der Hundeschule Schwarz in Schorndorf können wir alle empfehlen.

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1. Treffen am 21.10.2009 in Stutensee

Da unser "1. Arbeitskreis Schulhund" unter Überfüllung litt, haben wir beschlossen eine Trennung Nord/Süd durchzuführen. Was uns allen nicht leicht fiel. So wurde über das Schulamt Karlsruhe die Fortbildung "Der Schulhund - Einsatz von Hunden in der Schule" angeboten, um erstens Neueinsteigern wichtig Informationen zukommen zu lassen und zweitens den Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg Nord zu gründen.

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Wir trafen uns am 21.10.09, dank Uschi, in der Schloss-Schule Stutensee. So kamen einige "alte Hasen" und ein paar "Neulinge". Anwesend waren: Uschi Botz mit Hazel, Sabine Bornträger, Susanne Kolbe, Florentine Pfaff, Marta Dragicevic, Andrea Widmann mit Phoebe, Dagmar Kropp, Sandra Kienle, Christina Zortea, Martina Wolf mit Sally, Jasmin Braunecker mit Rabuwa, Angelika Janke mit Conny, Katrin Knoth mit Freddy und Bettina Brecht mit Paula.

Zu Beginn stellte Uschi erst einmal die Schloss-Schule vor. Danach erzählte sie wie ihr Hund Hazel an der Schule eingesetzt wird. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde kamen auch schon die ersten Fragen. Anschließend folgte die Power Point Präsentation "Einsatz von Hunden in der Schule". Es ging um: Ziele, rechtliche Dinge, Merkmale eines Schulhundes, Hupäsch, Grundvoraussetzungen bei der Lehrperson, Bedeutung für die Kinder, Umsetzungen für den Unterricht u.v.m. Die Präsentation führte zum regen Austausch unter den Teilnehmern. Jede Teilnehmerin erhielt auch noch eine Infomappe mit den wichtigsten Punkten zum Einsatz von Schulhunden.

Dazwischen genossen wir Kaffee, Waffeln, Mohrenköpfe und den leckeren Käsekuchen von Andrea (danke nochmals!). Zum Abschluss sammelten wir Ideen für unser nächstes Treffen. So hatte Susanne den Vorschlag eine Trainerin einzuladen die uns gute Tipps zum Thema "Spiele für Kind und Hund" geben kann. So steht auch schon unser nächster Termin.

Wir treffen uns am Montag, den 25.01.2010 in Schorndorf zum Seminar "Spiele für Kind und Hund". Bei Interesse melden: b.brecht@gmx.de.