1. Arbeitskreis Schulhund

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(Weitere Protokolle unter 1. Arbeitskreis Schulhund.2)

Über das Schulamt im Schwarzwald-Baar-Kreis hat sich 2007 der 1. Arbeitskreis Schulhund gegründet!

Nächster Termin: 30. Januar 2009 in Freiburg

Protokoll des 6. Treffens am 23.April 08

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Dieses Mal trafen wir uns bei Sabine in der Förderschule in St. Georgen. Sabine hatte mit ihrer Klasse das Klassenzimmer für 15 Teilnehmerinnen und 11 Hunde liebevoll vorbereitet. Start des Treffens sollte eigentlich um 14.30 sein, aber so richtig saßen wir erst um 15.30 an unseren Plätzen: Die Begrüßungsrunde für die Hunde auf dem Schulhof mit Wiese artete in einer Schlammschlacht aus und die wilde Meute musste erst mal zum Bach und ein Bad nehmen!! Das dauerte....

Die Genehmigung für eine Ganztagesveranstaltung von Herrn Harttung lag zwar vor, war jedoch aus verschiedenen Gründen vor den Sommerferien nicht mehr durchführbar. Aus diesem Grund trafen wir uns wieder nur für einen Nachmittag.


Mit dabei waren:

Sabine ohne läufiger Aisha, Patricia mit Kimba, Edith mit Fenja, Beate mit Sandro, Nicole mit Chaplin, Geli mit Lia, Astrid mit Yari, Andrea mit Phoebe.
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Philines, Julias und Sinas Nachwuchs ist inzwischen geboren, aber die Welpen sind alle noch in ihrer Hundefamilie. Die Drei sind jetzt schon im Hundefieber und freuen sich auf das nächste Treffen (wenn das „Welpentreffen“ wichtiger sein wird, wie unser Hauptthema!)


Neu in der Gruppe sind:

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Bettina Brecht, sie wird von ihrer Golden Retriever Hündin Paula in der Leopoldschule GHS, Karlsruhe, begleitet. Uschi Botz arbeitet mit ihrer Golden Retriever Hündin Hazel in der Schloss-Schule (SfE) in Stutensee.
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Gerlinde Glogowsky überlegt sich, ob sie ihren Samojeden Anuk als Aishas Nachfolger, die mit Sabine nach Furtwangen wechselt, in der Förderschule St. Georgen einsetzen wird.

Inge Heine würde gerne ihre Kromfohrländerin Nasca in der Bregtal-Schule in Furtwangen als Schulhund einführen, ist sich aber nicht sicher, ob sich Nasca dafür eignet.

Absagen mussten leider Marta Dragicevic, Christiane Wunsch, Chritiane Stärk, Rita Blessing-Großholz, das Geburtstagskind Silvia Mitschele, und weitere neue Interessentinnen. Natürlich werden sie trotzdem auf dem Laufenden gehalten!


1. Begrüßung und Vorstellungsrunde

Gerlinde Anuk k.jpg
Da auch dieses Mal wieder neue Teilnehmerinnen dabei waren, begannen wir mit unserer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde.


2. Erfahrungsaustausch: Freies Klickern

Zuerst sammelten wir die Erfahrungen mit unseren Klickerhausaufgaben. Es stellte sich heraus, dass viele mit dem freien Klickern ihre Probleme haben, aber fast alle am Klickern Spaß hatten, auch wenn es sich um gezieltes Klickern handelte! Also auf Deutsch: Die Hausaufgaben haben wir zwar alle gemacht! Aber nicht im Sinne von Edith!
Inge Nasca k.jpg

Aber dafür kann sich Yari jetzt „schämen“ und ein Wägelchen ziehen, Chaplin apportiert ein kleines Körbchen (dessen Henkel er aber schon durchnagt hat!), Kimba kann klingeln und Aisha macht super „down“.

Mit Lia, Yari und einer Gießkanne zeigte uns Edith, wie wir es machen sollen, also die Hausaufgaben nochmal machen! Und dieses Mal richtig!!!!


3. Hauptthema des Treffens: „Stress macht Spaß Teil 3“

Mit ihrer tollen PP verdeutlichte uns Edith das Lernverhalten der Hunde: Warum lernt der Hund und wie? Die Grundbedürfnisse, die wichtigsten Reize und deren Stärke, die bei der Erziehung beachtet werden sollten, damit der Hund besser, schneller und effektiver lernen kann.

Nicht nur für unsere Schulhunde ein wichtiges Thema, aber für uns Schulhundbesitzer eine wichtige Voraussetzung um unsere Hunde besser zu verstehen und Gefahren vorzubeugen.
Edith Fenja k.jpg

Da unsere Schulhunde viele Reize zu verarbeiten haben und Lernen nichts anderes ist, als Reizverarbeitung, ist es gut zu wissen, dass das Lernen die individuelle Fitness steigert.

Die unterschiedliche Reizstärken (akustische Reize an letzter Stelle!) sind für uns natürlich auch wichtig, nicht nur auf die Erziehung bezogen, sondern auch auf das Schulleben des Hundes!!!

Auch wenn das Thema von allen schon gelernt, gehört, gelesen und gesehen wurde, war es im Zusammenhang mit unseren Schulhunden und dem Klickern doch interessant und ganz gut, dass Edith so geduldig unser verschüttetes Wissen aus der Versenkung holte!


4. Praktische Übung

Die Theorie lockerte Edith mit mehreren praktischen Übungen auf: Das „Menschenklickern“ brachte uns das Prinzip des Lernens über den Klicker näher. Die erste Übungen waren ganz einfach: Eine klickert, die andere muss herausfinden, was sie machen soll. Kleine Schritte wurden geklickert, natürlich alles nonverbal. Zum Schluss mussten wir darauf achten, dass die Versuchsperson auch wusste, dass sie am Ziel war!
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Die Übung mit Philine, die Gegenstände mit Symbolen verbinden sollte war auch interessant. Sie zeigte, wie wir denken und machte deutlich, wie wir Menschen uns von Hunden unterscheiden: Der Mensch denkt zu viel! Philine hat es super gemacht und wir erlebten so hautnah, wie die Verbindung Reiz-Signal entsteht!


5. Weitere Planung

Und blopp hats gemacht und wir mussten schon wieder ans Aufhören denken!

Da wir alle der Meinung sind, dass das Thema „Stress macht Spaß“ unbedingt noch vor den Ferien abgeschlossen werden sollte, soweit das überhaupt geht, vereinbarten wir für ein Ganztagestreffen den Samstag, 21.Juni 08, Treffpunkt ist Nicoles Schule in Stuttgart.

Auch heute hat man wieder gesehen, dass wir mit dem Thema einfach nicht wirklich vorankommen, denn auch die Formalien und Pipitobepausen benötigen ihre Zeit.

Nach einer stärkenden Pizza machten wir noch einen Verdauungsspaziergang, den die Hunde natürlich begeistert nutzten um ihre „Schlammschlacht“ fortzusetzen.

Ende der Fortbildung: 18.30 Uhr

Protokoll des 5. Treffens am 12.März 08

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Wieder trafen wir uns, wie vereinbart, um 14.00 in der Sportgaststätte „Schönbergblick“. Wie üblich trafen wir uns zur „Hunde-Begrüßungsrunde“ auf der Wiese. Unsere jungen Teilnehmer nutzten die Zeit um sich auszutoben, die Älteren hielten dabei lieber Abstand oder sorgten dafür, dass es nicht gar zu wild wurde.


Mit dabei waren:

Sabine mit Aisha, Patricia mit Kimba, Edith mit Fenja, Geli mit Lia, Rita mit Anjo, Silvia mit Romy, Andrea mit Phoebe. Philine, Julia und Sina waren zwar ohne Hunde dabei, aber ihre “Doggis” sind teilweise schon in Planung.

Neu in der Gruppe sind:

Sylvia Bender ist Lehrerin im Förderzentrum Sehen der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn. Sie hat zwar schon alle Genehmigungen für den Schulhund, nur der Hund fehlt ihr noch!

Johanna Völkle studiert an der Uni Münster und schreibt ihre Zulassungsarbeit über das Thema Schulhund.

Absagen mussten leider Beate Grundmüller, Nicole Stuhlmüller, Marta Dragicevic, Christiane Wunsch und Astrid Sturm. Schade, aber wir halten Euch auf dem Laufenden!


1. Begrüßung und Vorstellungsrunde

Begonnen haben wir mit unserer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Leider hatten wir für unser ganztägiges Treffen noch keine Zusage vom Schulamt. (Inzwischen liegt die Zusage von Herrn Harttung vor: Wir dürfen den Arbeitskreis ganztägig anbieten!)


2. Stressbilder von unseren Schulhunden

Unsere Hausaufgaben hatten wir gemacht: Die Stressbilder von Aisha, Anjo, Jari, Romy und Kimba wurden unter dem Gesichtspunkt „Stresssymptome“ angeschaut, die Besitzerinnen erklärten die Situationen zu den Momentaufnahmen und wie sich ihr Hund anschließend verhielten.
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Für alle Hunde eindeutig stressig ist die aufdringlich körperliche Nähe von Schülern (z.B. Umarmung), Festhalten (siehe Kimbas Foto) und viele Personen auf einmal, die den Hund streicheln.


3. Hauptthema des Treffens: „Stress macht Spaß Teil 2“

Schon bei den letzten Treffen zeigte sich deutlich, dass das Thema „Schulstress“ auch auf unsere Schulhunde zutrifft. Da wir inzwischen die individuellen Stresssymptome bei unseren Hunden kennen gelernt hatten, waren wir auf Ediths Fortsetzung ihres Vortrages „Stress macht Spaß“ sehr gespannt!

Beim heutigen Treffen legte Edith den Schwerpunkt auf das Lernverhalten der Hunde um uns zu verdeutlichen, wie wir unseren Hunden den Umgang mit Stresssituation lernen können.

Situationen, die unseren Hunden unangenehm sind, bzw. Stress erzeugen, können wir durch Beschwichtigen (wegschauen, hinsetzen, gähnen ..) entstressen. Dies ist jedoch nicht in jeder Unterrichtssituation möglich.
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Eine weitere Möglichkeit ist das Klickern. Der Klicker ist ein klassisch-konditionierter Ver-/ Bestärker. Er bewirkt eine Umschaltung der Gefühle und kann die Stresssituation positiv färben. Der Klicker ermöglicht uns mit dem Hund in jeder Situation zu kommunizieren und ihm jederzeit zu vermitteln: Alles ok, was da gerade geht!

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Als Hausaufgabe erhielten wir Klickertraining! Ziel ist die Kommunikation zwischen Mensch und Hund zu fördern, dadurch die Frustrationstoleranz des Hundes zu erhöhen und den Hunden ihr Repertoire an Handlungsstrategien zu erweitern. Dies wäre ein Weg für die Hunde selbstständig aus der Stresssituation herauszugehen oder den Stress nicht als zu stressig zu empfinden.


4. Praktische Übung

Mit unseren „Test-Hunden“ Fenja, Lia und Romy zeigte uns Edith Möglichkeiten des Klickerns. Die drei Hundedamen zeigten uns unterschiedliche Ideen, was man so alles mit einer Klappbox machen kann. Natürlich fanden sie es toll, dass jede Idee mit Klick und feiner Fleischwurst bestätigt wurde!

Weitere praktische Übungen mussten auf das nächste Treffen verschoben werden.


5. Wie geht es weiter?

Inhaltlich werden wir uns bei unserem Ganztagstreffen vertiefend mit dem Klickertraining befassen und dabei die Lernstrategie des Hundes nicht außer acht lassen. Praktische Übungen und eine Ideenbörse werden den Tag sicherlich schön abrunden.

Protokoll des 4. Treffens am 24.Januar 08

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Da der Arbeitskreis so regen Zuspruch fand, trafen wir uns dieses Mal im Nebenzimmer der Sportgaststätte Sonnenbergblick. Eigentlich rechneten wir damit, uns im Schneesturm nach Freiburg durchzukämpfen, aber auch bei diesem Treffen hatten wir ein super Wetter: Wenn Engel reisen!

Mit dabei waren:

Sabine Kempf mit Aisha, Patricia Führing mit Kimba, Edith Vieser mit Fenja, Beate Grundmüller mit Sandro, Nicole Stuhlmüller mit Chaplin, Geli Seidelman mit Lia, Nane Stärk mit Funny, Astrid Sturm mit Yari.


Neu in der Gruppe begrüßen wir:
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- Rita Blessing-Großholz mit Labrador Retriever Anjo, Brüder Grimm Schule, Lahr. Anjo begleitet Rita jeden Tag in die 4.Klasse der Schule für Sprachbehinderte.

- Silvia Mitschele mit Gordon Setterhündin Romy, die ihr Frauchen jeden Tag in der Schule am Winterrain, Ispringen, Schule für Geistigbehinderte, 5.Klasse unterstützt.
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- Andrea Hirth mit Labrador Retriever Phoebe. Beide arbeiten täglich in der 4., 8. und 9.Klasse, der GHS Otto-Riehm-Schule ebnfalls in Ispringen.

- Sina Heger ist PH-Studentin in Freiburg und war mit den Gedanken bei ihrer gerade verstorbenen Cora.

- Julia Weber ist Referendarin an der GHW Stockach.

Absagen mussten leider das Geburtstagskind Philine Domzig, Marta Dragicevic und Christiane Wunsch, aber vielleicht klappt es das nächste Mal wieder!?

Leider wurde unser Zusammensein, bevor wir richtig anfangen konnten, von einem Unfall überschattet: Beate stürzte und musste mit dem Krankenwagen ins KH gebracht werden. Trotz bösem Knieschaden war Beate aber ganz tapfer und verbrachte mit ihrer Schiene und den Krücken den Nachmittag, nach der Untersuchung, doch noch mit uns. Das nennt man Einsatz!

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1. Begrüßung und Vorstellungsrunde

Begonnen haben wir mit unserer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde, die bei unseren vielen Neuen auch notwendig war. Sabine war unser Zeitwächter, sie wollte darauf achten, dass die Hunde genügend Pausen bekamen, die Pausen aber auch nicht zu lang wurden.


2. Hauptthema des Treffens: „Stress macht Spaß 1“

Die Basis für eine zufriedenstellende Arbeit mit unseren Schulhunden ist ein ausgeglichener Hund, der auch in stressigen Situationen im Schulalltag die Ruhe bewahrt. Nachdem wir uns beim letzten Treffen mit den Beschwichtigungssignalen der Hunde beschäftigt hatten, ist unser Ziel, dass wir unseren Hunden den „Schulstress“, dem sie immer wieder ausgesetzt sind, so angenehm wie möglich gestalten können.

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Um uns mit den notwendigen, ausführlichen Hintergrundinformationen vertraut zu machen, erklärte sich Edith bereit, das Thema "Stress macht Spaß" vorzustellen.

Sie legte den Schwerpunkt für das Treffen auf den Grundgedanken: „Stress - was ist es, wie zeigt der Hund Stress? Stress beim eigenen Hund erkennen.“

Edith erklärte uns mit Hilfe einer sehr anschaulichen PowerPoint Präsentation die Entstehung von Stress und die physiologischen Auswirkungen. Mit Hilfe vieler Bilder half sie uns die Stressanzeichen der Hunde durch Beobachten des Ausdrucksverhaltens zu erkennen. Wichtig war dabei, dass es sehr viele unterschiedliche Reaktionen, je nach Hundetyp, auf Stress gibt und ebenso unterschiedliche Möglichkeiten für die Hunde den Stress abzubauen, bzw. aus ihm heraus zu gehen. Zur Verdeutlichung zeigte sie viele Bilder von Hunden "im Stress", die wir deuteten, indem wir auf die verschiedenen Körperteile und Beschwichtigungssignale achten mussten. Das war sehr interessant! An dieser Stelle danken wir Edith noch einmal für ihre Mühe!

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Da uns die Zeit davonraste, mussten wir unsere praktischen Übungen auf das nächste Treffen verschieben, was wir alle bedauerten.


3. Wie geht es weiter?

Während dem Essen besprachen wir, wie es mit unserem AK weitergehen soll:

1. Die wachsende Gruppe bleibt zusammen, es werden keine lokalen Kleingruppen gebildet, 4 - 5 Treffen im Jahr.

2. Angestrebt werden 1 bis 1 1/2 tägige Treffen, da wir viel zu wenig Zeit an einem Nachmittag haben. Nicht nur was die Theorie und Praxis betrifft, sondern auch der Austausch untereinander. Sabine erkundigt sich beim Schulamt, ob das möglich ist.

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3. Beim nächsten Treffen am 12.März 08, wieder nur der Nachmittag, wird der Termin für den größeren Block festgelegt. Treffpunkt bitte bei Sabine oder Patricia erfragen, steht noch nicht fest!

4. Im März wird Ediths Vortrag "Stress macht Spaß 2" fortgeführt. Der Schwerpunkt: "Schulstress für unsere Schulhunde". Dazu sollten alle möglichst Digi-Fotos von ihren Hunden im Schulalltag mitbringen. D.h., Stress- Bilder, die von uns eigentlich weggeworfen oder gelöscht werden, weil unsere Hunde darauf nicht so "schön" sind: Ohren angelegt, Blick abgewandt, schiefe Körperhaltung, Naselecken usw. In Kleingruppen werden wir uns die Bilder gemeinsam ansehen. Ziel ist, dass wir unsere Hunde und ihre Körpersprache besser "lesen" lernen.

5. Der Inhalt bei unserem ersten "großen“ Treffen wird davon abhängen, wie weit wir am 12.03. mit unseren Themen kommen: Als Ziel haben wir vor das Lernverhalten des Hundes zu erarbeiten und von Edith in die Clickertechnik, in Verbindung mit Stressreduzierung, eingeführt zu werden.

Die 11 Hunde waren alle super brav und benahmen sich im Lokal wirklich vorbildlich. Obwohl sie alle schon einen anstrengenden Schultag und teilweise eine weite Anfahrt hinter sich hatten, gab es untereinander kaum Stress! Die meisten fanden sich einfach nur nett und nutzten die Spielpausen, da so viele im gleichen jugendlichen Alter sind, richtig zum Austoben. Auch die Neuen wurden gleich freudig in die Gruppe aufgenommen, egal ob Mensch oder Hund!



Protokoll des 3. Treffens am 11.Oktober 07

Mit dabei waren:

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• Herr Harttung (Schulrat für Sonderschulen im Schwarzwald-Baar-Kreis)

• Sabine Kempf (Fortbildungs-Leiterin) mit Aisha

• Martha Dragicevic mit Janosch

• Patricia Führing mit Kimba

• Beate Grundmüller mit Sandro

• Geli Seidelmann

• Christiane Stärk mit Lucky und Funny

• Nicole Stuhlmüller mit Chaplin

• Astrid Sturm mit Yari

• Edith Vieser mit Sajo und Fenja

• Merle Weber (Praktikantin)

Neu in unserem Arbeitskreis:
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Astrid Sturm GHWRS, Allensbach,Mini Australian Shepherd Yari, geboren Mai 2007, Schulhundlaufbahn geplant, Einsatz: 1./2. Klasse, Projekt „Hund“ nach den Herbstferien


1. Begrüßung und Vorstellungsrunde mit Neuigkeiten

  • Sabine nimmt Aisha jetzt 3 Tage in der Woche mit in ihre 6.Klasse (12 Schüler) in die Förderschule St.Georgen.
  • Marta nimmt Janosch regelmäßig mit in die Werkstufe (14 Schüler) in die Eduard Spranger Schule. Demnächst hat sie den Elternabend und die Schulkonferenz, dann ist ihr Genehmigungsverfahren durchlaufen.
  • Patricia nimmt Kimba jeden Tag mit in ihre 6.Klasse (8 Schüler) in der Heinrich Feurstein Förderschule.
  • Beate nimmt Sandro regelmäßig an 3 Tagen in ihre Außenklasse (18 nicht behinderte Schüler und 6 geistig behinderte Schüler)in die Tullaschule in Freiburg mit und an 2 Tagen ist er an der Richard-Mittermaierschule in einer Mittelstufenklasse (6 geistig behinderte Schüler) dabei.
  • Geli ist auf der Suche nach einem neuen Hund, nachdem Lara im Juni eingeschläfert werden musste. (Inzwischen hat sie ihren Traumhund gefunden: Lia eine Spanierin aus dem Freiburger Tierheim, gew. 2006)
  • Nicole hat Chaplin jeden Tag in ihrer 1./2. Klasse (25 Schüler) in der Maria Montessori Grundschule mit dabei.
  • Astrid plant nach den Herbstferien ein „Hundeprojekt“ mit Yari und will dann schauen, wie es weiter geht.
  • Edith hat Fenja weiterhin in ihrer Klasse jeden Tag in ihrem Unterricht in der Lessing Förderschule mit dabei.
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2. Fragen zum Genehmigungsverfahren an Herrn Harttung

Wichtig für das Genehmigungsverfahren sind laut Herrn Harttung folgende Dinge:

 Absprache mit Schulleitung und Info an das Schulamt.

 Die Hygienebestimmungen sollten mit dem jeweiligen Gesundheitsamt abgesprochen werden (Hygieneplan).

 Es sollte auf jeden Fall ein Beschluss in der Klassenpflegschaft getroffen werden, auch wenn dieser nicht einstimmig ausfallen muss.

 Die Gesamtlehrerkonferenz sollte zustimmen.

 Die Schulkonferenz (Elternbeirat) sollte zustimmen.

 Der Schulhund sollte auf jeden Fall im Schulkonzept verankert sein.


Erst wenn alle Beschlüsse und Auflagen vorhanden sind, sollte alles „als Paket“ dem Schulamt zur Genehmigung vorgelegt werden. Unterschiedlich lange wird das Projekt von Schulamt zu Schulamt genehmigt (für das laufende Schuljahr bis unbegrenzt).

Dennoch wird es in absehbarer Zeit wohl kein einheitliches Genehmigungsverfahren in BaWü geben, da jedes Schulamt seinen eigenen Weg bei dem Genehmigungsverfahren gehen kann.

Verläuft das Projekt unproblematisch muss das Genehmigungsverfahren nicht jedes Schuljahr wiederholt werden. Dies gilt auch für die Übernahme einer neuen Klasse, wobei die Eltern wieder gut informiert werden sollten.

Auf folgende Fragen konnten keine eindeutigen Antworten gegeben werden:

• Wie geht man damit um, wenn ein Kind z.B. mit Allergien in die Schulhund-Klasse kommt?

• Können Kinder, deren Eltern gegen einen Klassenhund sind, in einer Parallelklasse unterrichtet werden?

• Was, wenn es die Möglichkeit einer Parallelklasse nicht gibt?


Zum Thema Versicherungen:

Jeder Lehrer mit Hund sollte sich von den beteiligten Versicherungen (Tierhalterhaftpflicht, Dienst- und Privathaftpflicht und Schulversicherung) schriftlich bescheinigen lassen, welche Versicherung beim Schadensfall durch den Hund, während des Unterrichts, zuständig ist. Es gibt keine einheitliche Regelung!!!!!

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3. Vortrag von Susanne Widmaier zu Konfliktsignalen bei Hunden
Susanne Widmaier ist Leiterin der Hundeschule „Training für Mensch mit Hund“.

Im Vortrag wurde unterschieden zwischen

• Beschwichtigungssignalen (Rugaas, Abrates, Breuer/Schaal),

• Demutssignalen (Abrates),

• Konfliktreaktionen/Ersatzhandlungen (Weidt/Berlowitz),

• Stresssignalen ((Reinhardt/Nagel)


Anschließend wurden typische Missverständnisse zwischen Mensch und Hund erklärt und passend dazu ein paar Filmausschnitte von Rugaas Film „Calming Signals“ zur Verdeutlichung gezeigt.

Dann ging Susanne zur Praxis über und es wurden typische, oft für den Hund mit Stress verbundene Situationen aus dem Schulalltag mit den Hunden geübt. Beispielsweise wurden einige Hunde durch eine eng stehende Gruppe von Menschen geführt, die Körpersprache genau beobachtet und von Susanne erklärt. Durch gezielte Übungen wurden den Hunden das „Über den Kopf streicheln von Fremden“, was eigentlich gegenüber dem Hund sehr unhöflich ist, aber immer wieder ertragen werden muss, mit Leckerchen positiv verknüpft. Bei diesen Übungen wurde sehr deutlich, dass insbesondere Junghunde ganz gezielt und behutsam auf Stress auslösende Situationen vorbereitet werden müssen.

Daher ist es uns wichtig, auch bei den weiteren AK-Treffen praktische Übungen einzubauen.


Protokoll des 2. Treffens am 20.Juni 07

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1. Begrüßung und Vorstellung


anwesend in der heutigen Gruppe:

Edith Vieser mit Fenja, Patricia Führing mit Kimba, Nicole Stuhlmüller, Marta Dragicevic, Geli Seidelmann, Christiane Wunsch, Christiane Stärk


Veränderungen in der Gruppe:

Sabine Kempf

Förderschule, St. Georgen
Brandl Bracke Aisha geboren März 2007, Schulhund seit Juni 1x in der Woche 2 Stunden
Einsatz: 5.Klasse mit 6 Schülern; Genehmigung durch Schulleitung und Schulamt

Nicole Stuhlmüller

Maria Montessori GS, Stuttgart
Basset Chaplin geboren Mai 2007, Schulhund seit Sommer 07
Einsatz: 3.Klasse; Genehmigung durch Schulleitung und Schulamt

Marta Dragicevic

Eduard Spranger Schule, Schule für Geistigbehinderte, Bretten
Collie Janosch geboren März 2007, Genehmigungsverfahren läuft ab nächstem Schuljahr

Christiane Wunsch

Theodor Heuss, Förderschule, Baden-Baden
Collies Lady 2000, Sunny 2001, Bienchen 2005, Cheyenne 2007, Schulhunde seit 2005
Einsatz: Hunde AG, fächerübergreifender Unterricht

Geli Seidelmann

1.Staatsexamen für Sonderpädagogik und Theaterpädagogik
Südbadischer Senfhund Lara, ca. 1994; beide noch ohne Klasse und Schule

Christiane Stärk

Schule: Breisach
Golden Retriever Eary 1995, Gamma 2002, Lucky 2004, Funny 2005


2. Genehmigungsverfahren

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Die bisher durchgeführten Genehmigungsverfahren liefen fast alle im gleichen Rahmen ab, allerdings waren die Reihenfolgen unterschiedlich.
Sicherlich ist eine Vorinformation an Eltern, Kollegen und Schulamt im angemessenen Rahmen in Absprache mit der Schulleitung sinnvoll.
Eine Probezeit von mehreren Wochen wurde bei allen Schulhunden vereinbart.
Nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen ist dann später eine schriftliche Genehmigung des Schulamtes sehr wichtig.
Edith und Patricia schreiben jährlich einen zusammenfassenden Bericht für das Schulamt.

Eine Information bzw. Zustimmung folgender Personen, Gremien und Ämter ist erforderlich:

- Zustimmung des Schulleiters

- Information/Zustimmung der Eltern

- Zustimmung der Vertretung der Gesamtelternschaft

- mehrheitliche Abstimmung im Kollegium

- Zustimmung (Beschluss?) der Schulkonferenz

- Zustimmung des Schulamtes

- Zustimmung des Gesundheitsamtes (Hygieneplan)

In nächster Zeit wird ein Gespräch mit Herrn Harttung, Schulamt Villingen, stattfinden um eine einheitliche Linie für das Genehmigungsverfahren zu erarbeiten.

Überprüfung der Versicherung:

Patricia ist gerade dabei sich Infos bei den Versicherungen und dem Schulamt einzuholen. Sobald es ein „Endergebnis“ gibt, werden wir dies bekannt geben.


3. Hunderegeln im Unterricht für Große und Kleine:

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Die Hunderegeln in den Klassen unterscheiden sich nicht wesentlich, sind jedoch speziell auf die Hunde (und die Persönlichkeit der Lehrer) abgestimmt. Wichtig ist bei der Einführung der Hunde, dass die Regeln konsequent eingehalten werden. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Schüler gegenseitig kontrollieren, der Hund aber der Konsequenteste bei Nichteinhaltung ist. (Dann ist das Vesper weg!!)
Einzelne Regeln können später gelockert oder ganz gestrichen werden.
Wichtig erscheint uns allen, dass der Hund nicht ständig gerufen und kommandiert wird und an seinem Ruheplatz nicht gestört werden darf.
Zu viele Regeln werden für die Schüler unüberschaubar, daher sollten die Regeln kurz und klar formuliert werden.


4. Einführung von Welpen / Junghunden:

Edith berichtete von ihren Erfahrungen mit Fenja. Leider konnte das Thema aus zeitlichen Gründen nicht ausführlich besprochen werden. Bei den nächsten Treffen und auch über Kontakte zwischen den Treffen werden wir immer wieder aktuelle Fragen aufgreifen.

Da Sabines und Nicoles Welpen noch vor den Ferien schrittweise in die Klassen eingeführt werden, sind wir schon auf ihre Erfahrungen beim nächsten Treffen gespannt. Martas Welpe wird durch Christiane die Schule kennen lernen. Nächstes Schuljahr wird er in Martas neue Klasse eingeführt.


5. Abgrenzung Therapiehund - Schulhund

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Geli berichtete vom „Kongress Mensch-Tier“. Sie fasste die momentanen Untersuchungsergebnisse zusammen und stellte die Ausbildungsmöglichkeiten für Schulhundbesitzer und deren Hunde vor.

Fraglich ist, inwieweit für die Schulhundbesitzer eine zusätzliche Ausbildung „notwendig“ ist. Auf jeden Fall möchten wir keine Verpflichtung, sondern sehen die Fortbildungen als freiwilliges Engagement der Lehrer. Für alle ist es selbstverständlich, dass wir uns über das Thema ständig informieren und unser Wissen erweitern. Wir wehren uns aber dagegen, dass die zu erhaltenden Zertifikate ein Muss für die Genehmigungen werden.

Wir grenzen uns eindeutig von Therapiehunden ab, da wir Lehrer und unsere Hunde nicht entsprechend ausgebildet sind. Und auch, da dies den Rahmen unserer Möglichkeiten im Unterricht sprengen würde, einfach nicht leistbar ist!

Vorrangig sehen wir die Möglichkeit durch den Hund eine angenehme Atmosphäre in der Klasse zu schaffen und den einzelnen Schülern die Freude am Hund zu ermöglichen. Hundetherapie hat ein weitaus höheres Ziel! (Und entsprechend müssen die Therapeuten und Hunde auch ausgebildet sein!)

In den nächsten Treffen wird aber auch dieses Thema sicherlich öfter angesprochen werden.



Protokoll des 1. Treffens am 15.März 07

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1. Kennen lernen der Menschen und Hunde

Teilnehmerinnen:

Edith Vieser mit Hütehündin Fenja, Beate Grundmüller mit Golden Retriever Sandro, Lydia Agsten, Sabine Kempf, Patricia Führing mit Mischling Kimba


2.Begrüßung durch den Schulleiter der Lessingschule, Herrn Haas

Herr Haas berichtete uns von seinen Erfahrungen mit den Schulhunden Sayo und Fenja in den letzten Jahren.


3. Vorstellung der Anwesenden mit Berichten über ihre „Schulhundlaufbahn“ und der momentanen Situation


Edith Vieser

Lessingschule Freiburg (Förderschule)
Altdeutsche Hüthündin Fenja (2004); Schulhund seit 3 Jahren, Start als Welpe
Einsatz in der 4.Klasse mit 12 Schülern;Genehmigung durch Schulleitung und Schulamt


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Beate Grundmüller

Richard- Mittermaierschule Freiburg (Schule für Geistigbehinderte)
Golden Retriever Sandro (2004); Schulhund seit 2 Jahren
Einsatz in der Mittelstufe mit 5 Schülern


Sabine Kempf

Förderschule, St. Georgen
Brandelbracke "Hundini", Gew. 23.03.07; Schulhund für dieses Jahr geplant
Einsatz in der 5.Klasse mit 6 Schülern; Genehmigung durch Schulleitung und Schulamt


Lydia Agsten

Brabeckschule (Förderschule Lernen), Iserlohn
Mischling Sandy (2001); Schulhund seit Ende 2002
Einsatz in der Werkklasse (Klassen 5 bis 10); Genehmigung durch Schulleitung und Verankerung im Schulprogramm


Patricia Führing

Heinrich Feurstein Schule, Förderschule, Donaueschingen
Mischling Kimba (1999); Schulhund seit 2002
Einsatz in Klasse 5 mit 14 Schülern; Genehmigung durch Schulleitung und Schulamt

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4. Festlegung der Ziele des Arbeitskreises


Sammlung von Informationen und Erfahrungsaustausch zu verschiedenen Bereichen und Einsatzmöglichkeiten des Schulhundes.

- Ausbildungsmöglichkeiten des Hundes (und Lehrers)

- Einsatzmöglichkeiten des Hundes im Klassenverband und Einzelarbeit mit praktischen Beispielen

- Grenzen des Einsatzes von Schulhunden

- Stresssymptome des Hundes erkennen

- Rechtliche Grundlagen (Genehmigung durch Schulamt, Versicherung, Hygienevorschriften)

- Begleitung von „neuen“ Schulhundbesitzern bei der Einführung des Hundes in die Klasse

- Regeln im Klassenzimmer

- Öffentlichkeitsarbeit